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Deutsches Team unterstützt Madagaskar im Kampf gegen den Pestausbruch

SEEG mit Einwohnern von Andina

Deutsches Team unterstützt Madagaskar im Kampf gegen den Pestausbruch, © Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG)

23.02.2018 - Artikel

(Antananarivo/Madagaskar) Die „Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG)“, unterstützt Madagaskar beim Umgang mit Pestausbrüchen. Dafür hat die SEEG im schwer zugänglichen Hochland Madagaskars die Diagnostik von Pestfällen verbessert – eine wichtige Voraussetzung, um eine Ausbreitung zu verhindern.

 

Besonders außerhalb der Städte ist die medizinische Infrastruktur in Madagaskar sehr schwach. Deshalb hat die SEEG lokale Gesundheitseinrichtungen im abgelegenen Andina und im Referenzkrankenhaus der Provinzhauptstadt Fianarantsoa beim Aufbau einer zuverlässigen, lokal angepassten Diagnostik unterstützt. Die größte Herausforderung: In Andina gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Deshalb prüften Experten der SEEG zunächst den Bedarf und die Rahmenbedingungen vor Ort und bildeten im nächsten Schritt, die örtlichen Gesundheitsfachkräfte in der einfachen mikroskopischen Diagnostik des Pesterregers aus. Die hierfür nötige Ausstattung wurde von der SEEG bereitgestellt und an die lokalen Rahmenbedingungen angepasst: in Zukunft können beispielsweise Proben in solarbetriebenen Kühl- und Gefrierschränken gelagert werden; das Personal den Gesundheitsstationen ist in der Lage, vor Ort erste Diagnosen zu stellen, die dann im Referenzlabor in Antananarivo verifiziert werden können. Eine zuverlässige Diagnostik ist jetzt besonders wichtig, da in der Region die eigentliche Pestsaison erst begonnen hat und noch bis April andauern wird.

Die SEEG wurde 2015 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als ein Baustein des deutschen Engagements für eine bessere und schnellere Reaktion auf Epidemien gegründet. Als Lernerfahrung der Ebola-Krise in Westafrika hatte das BMZ die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beauftragt, ein multidisziplinäres Expertenteam aufzubauen, das Partnerländer bei der Vorbereitung und Reaktion auf Ausbrüche von Infektionskrankheiten unterstützt. Hierfür kooperiert die GIZ mit dem Robert Koch- Institut (RKI) und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). 

medizinisches Personal des Krankenhauses Fianarantsoa
Deutsches Team unterstützt Madagaskar im Kampf gegen den Pestausbruch© Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG)